Simon Dahl rennt in Eindhoven sensationell auf Platz 2 Jens Warkentin wird Westdeutscher Vizemeister in glänzenden 2:42:45 Std
Eine große Truppe des TV Refrath running teams fuhr am Sonntag zum Marathon und Halbmarathon ins holländische Eindhoven. Bei fast perfekten Bedingungen starteten um 10 Uhr Eliza Zarl und Yvonne Basinski auf der Königsdistanz
mit dem Ziel auf dem schnellen Parcour unter 3:30 std zu bleiben. Mit einer perfekten Renneinteilung gelang dies der nur 1,55 m großen Krankenschwester als 4. der W40 mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 3:26:38 std. Yvonne Basinski hatte nach einer guten ersten Hälfte zwischen km 25 und 35 ein Tief, fing sich aber wieder und finishte als 6. in der W35 knapp vier Minuten später.
Ein riesiges Starterfeld mit 9000 Läufern drängte um 13.30 h beim Halbmarathonstart auf der Montgomerylaan. Zur Überraschung von TVR-Coach Jochen Baumhof fielen Andi Winterholler (Armbruch nach Radsturz) und Eike Pupkes (Grippe) kurzfristig aus. So musste Simon Dahl im Topfeld die hochgesteckten Erwartungen alleine erfüllen. Und dies tat der lange Schlaks aus Kürten mit Braovour. Mit einer fantastischen Zwischenzeit von 32:10 bei km 10 war er lange auf Bestzeitkurs, doch Atemprobleme im auffrischenden Gegenwind der zweiten Hälfte und die Tatsache, dass er in keiner Gruppe mitlaufen konnte, ließen ihn etwas langsamer werden. Als Zweiter im Gesamtklassement verpasste Dahl seine PB mit hervorragenden 1:08:50 std nur um 11 Sekunden. Auch die Refrather Seniorenläufer konnten mit ihren Leistungen beim letzten Auftritt vor der ersehnten Regenerationsphase zufrieden sein: Udo Lieth (2.M45/1:17:31), Vasilis Nonas (18. M/ 1:18:50), Pascal Meißner (19.M/1:18:52), Stephan McGuire (7.M35/1:18:59), Thomas Gronewold (5.M40/1:19:19), Frank Pöhler (13.M45/1:23:28), Michael Singer (24.M45/1:25:54), Michael Jacob (34.M45/1:28:25), Georg Okraj (6.M60/1:34:55) und Michael Heinrichs (M45/1:44:10). Sabine Singer verbesserte sich als 8. der W40 auf 1:38:03 std. Jola Basinski (10.W35/1:38:41) und Katrin Hegewald (1:49:44) liefen knapp daran vorbei.
Jens Warkentin – noch nie war er so schnell wie heute
Ein Phänomen ist der 3fache Familienvater aus Köln, der auch beruflich sehr gefordert ist.
Nach hohen Wochenkilometer-Umfängen bis 160 km kam Jens Warkentin in den letzen Monaten regelmäßig zum Bahntraining nach Bergisch Gladbach. Ein Schlüssel für seine 10 km Bestzeit in Erftstadt (34:49) und auch für Westdeutschen Meisterschaften in Essen, wo er am „Rund um den Baldeney See“ erstmalig 2:45 Stunden bleiben wollte. Bei „Halbzeit“ nach 21,1 km in 1:21:06 fühlte sich der 45jährige prächtig und er war sich seiner Sache sicher. Doch als er die Zieluhr bei 2:42:45 std sah, konnte er kaum glauben seine bisherige Hausmarke um 4 Minuten unterboten zu haben. Zusätzlich wurde Wakentin als Westdeutscher Vizemeister in der AK45 (12. Gesamt) geehrt, nur 45 Sekunden hinter Stefan Pulger von der LG Rhein-Wied. Auch Ralf Teicher lief als 5. der M40 (23. Gesamt) in 2:53:23 ein bravouröses Rennen und verbesserte seine Jahresbestzeit um 5 Minuten. Besser kann man eine Saison nicht abschließen.
Claudia Feige war beim 26. München Marathon dabei und glücklich, erstmals unter 4 Stunden das Ziel nach 42195 m erreicht zu haben in 3:58:21 Stunden.
Heiko Wilmes: Sieg am Samstag – Bestzeit am Sonntag
Der frühere 6 Tage Rennfahrer hat sich nach seinem Marathon-Aussteiger in Köln wieder erholt und hat sich am Wochenende mit dem ersten Sieg seiner Laufkarriere zurückgemeldet. Über 3,8 km beim Volkslauf „Rund um den Flugplatz“ in Hangelar gewann er in 13:18 min mit sieben Sekunden Vorsprung im Endspurt. Nur einen Tag später lief Wilmes in der Eifel eine neue Bestzeit über 10 km. In Weißenfels verbesserte er sich als 8. im Gesamteinlauf (3.M40) auf 37:30 min.











