10.07.2010 12:18 Alter: 61 Tage

Senstationell: Karl-Heinz König ist Deutscher Meister mit Rekord - Bestzeiten-Festival für Läufer vom TV Refrath im belgischen Oordegem

Die Taktik des Gegners kennen und ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen, das war die Marschroute, die sich Karl-Heinz König mit seinem Trainer Jochen Baumhof für den 800 m Start bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Kevelaer zurechtgelegt hatte.


So ging „Kalle“ mit 66 Sekunden die erste Runde sehr schnell mit einem Vorsprung von gut 10 m an. Von der Spitze weg lief der 61jährige das Rennen seines Lebens und gewann in 2:15,24 min seinen ersten Deutschen Meistertitel souverän vor dem Favoriten Kurt Herbricht (2:18,00/TS Lichtenfels) und Heinz Lorbach (2:18,58/TuS Köln). „Ich hätte nie gedacht, so schnell laufen zu können“ war der Athlet vom TV Refrath einfach nur glücklich. Er holte nicht nur als als erster Athlet überhaupt DM-Gold nach Refrath, sondern verbesserte nach seinen 2:59,56 min über 1000 m im Juni auch zum zweiten Mal einen Landesrekord in der M60 Klasse. Seine zweite Medaille errang König als Vizemeister nur einen Tag später. Nach 61,62 sek im 400 m Finale fehlten ihm am Ende nur eine halbe Sekunde zum zweiten Titel.

Immer schneller in Fahrt kommt Ulrich Buchmüller in seinem ersten Jahr als Mittelstreckler. Über 800 m steigerte sich der passionierte Triathlet als Sieger des B-Endlaufes auf 2:12,67 min und belegte in der Endabrechnung den 6. Rang in der AK M50. Mit Medaillenhoffnungen stand er zwei Tage später am Start über 1500 m. In einem der spannendsten Rennverläufe der 3-Tagesveranstaltung führt Buchmüller bis 200 vor dem Ziel eine 5er Gruppe an. Nach perfekter Renneinteilung konnte er nicht verhindern, dass ihn  drei erfahrenen Konkurrenten aus Baden-Württemberg, Westfalen und Sachsen-Anhalt überspurteten. Trotzdem lief der Odenthaler im TVR-Trikot als Vierter in 4:28,04 min das bisher beste Rennen seines Lebens (TVR-Coach Baumhof). Ulrich Buchmüller ist in seiner ersten Saison in der Deutschen Spitzenklasse angekommen. Stolz darf auch Lauf-Urgestein Manfred Claaßen sein. Nur wenige Tage nach seinem 70. Geburtstag feierte er seine Premiere bei einer Bahnlauf-Meisterschaft. Trotz großer Hitze schaffte er als 5. seiner Alterklasse die 10000 m (25 Runden !) in großartigen 44:30,11 min.

Im belgischen Oordegem waren zur gleichen Zeit die „jungen Wilden“ vom TV Refrath beim Memorial Leon Buyle im belgischen Oordegem am Start. Wie in den letzten Jahren, hat sich die 300 km lange Anreise zu diesem hochklassigen internationalen Meeting gelohnt. Alle vier Läufer, die TVR-Caoch Martin Block gemeldet hatte, traten nachts die Heimreise mit neuen persönlichen Bestzeiten an. Über 3000 m schraubten

Eike Pupkes und Simon Dahl ihre Hausrekorde auf großartige 8:34,18 und 8:45,77 min. Auch der B-Jugendliche Arthur Ralenovsky steigerte sich 9:32,67 min. Marvin Hardt nährte sich  über 800 m mit 2:02,54 min der 2 min Grenze.